1.Mai 2026 Frankfurt: Das Ziel vor Augen – Sozialismus!


Aufruf zur revolutionären 1.-Mai-Demonstration 2026 in Frankfurt am Main

Der 1. Mai ist unser Tag. Seit über einem Jahrhundert ist er der internationale Kampftag der Arbeiter:innenklasse. Wenn wir uns am 1. Mai 2026 in Frankfurt versammeln, dann tun wir das nicht, um in einer Sonntagsrede die Errungenschaften des „Sozialstaats“ zu feiern. Wir tun dies, um eine neue Aufbruchsstimmung zu entfachen. Wir haben ein klares Ziel vor Augen: den Sozialismus! In einer Zeit, in der die Krisen des Kapitalismus immer brutalere Formen annehmen, zeigen wir: Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sondern notwendig. Kommt am 1. Mai nach Frankfurt, um mit uns den Kampf für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg aufzunehmen!

Im Herzen der Bestie: Der Hauptfeind steht im eigenen Land

Frankfurt ist das Machtzentrum des deutschen Kapitals. Hier werden die Fäden gezogen, hier werden die Profite gezählt, während die Rechnungen von der Arbeiter:innenklasse bezahlt werden. Wir versammeln uns im Herzen der Bestie, um klarzumachen: Unser Kampf richtet sich gegen das System, das hier seinen Sitz hat.

Während Regierung und Staat Milliardärs-Subventionen und Aufrüstungsprogramme beschließen, stehen die Kürzungen bei Sozialleistungen, Bildung und Gesundheit an der Tagesordnung. Die Reichen werden reicher, die Armen werden kränker und ärmer. Für ihre Taten suchen sie sich Sündenböcke und spalten die Klasse. Der Feind soll auf einmal Migrant:in sein und nicht der Kapitalist, der vom Rassismus gegen unsere Klassengeschwister profitiert. Schuld an sinkender Lebensqualität sollen die sein, die das gleiche Schicksal teilen. Immer mehr sehen wir die Schließung von Grenzen und dem technologischen Ausbau staatlicher Überwachung. Kontrolliert werden die, die in das rassistische Bild der Herrschenden passen und Abschiebungen häufen sich bei Menschen, die seit Generationen das Bild Deutschlands prägen und jahrzehntelang Teil der Gesellschaft sind. Familien, die auseinander gerissen werden von Polizisten, die nachts die Türen von Wohnungen aufbrechen und Kinder und Angehörige traumatisiert hinterlassen. Das ist kein Naturgesetz, das ist Politik im Auftrag der Konzerne. Das System steckt in einer Krise und sucht den letzten Tropfen Gold, der es vor dem Zusammenbruch retten kann. Mehr Gewalt, mehr Armut, mehr Hoffnungslosigkeit für die Arbeiter:innen und Unterdrückten. Der Faschismus erhebt sich und setzt alles daran, unseren Widerstand zu vernichten. Deshalb gilt: Der Hauptfeind steht im eigenen Land! Es ist die herrschende Klasse, ihre Parteien und ihre Lakaien, die unseren Wohlstand plündern, um ihre Profite und Kriege zu finanzieren. Gegen diese Politik richten wir unseren Widerstand.

Gegen ihre Kriege!

Während innenpolitisch gekürzt wird, wird außenpolitisch aufgerüstet. Die Forderung nach einer neuen Wehrpflicht oder sozialen Pflichtjahren ist die Verlängerung des staatlichen Zugriffs auf das Leben der Jugend. Junge Menschen sollen nicht lernen, für die Profitinteressen der Rüstungsindustrie zu töten und zu sterben. Sie sollen lernen, für ihre eigenen Interessen einzustehen

Immer dann, wenn Menschen gegen den Kriegswahn von Politik und Industrie aktiv werden, reagiert der deutsche Staat mit Repression.

So sitzen die Ulm5, unsere Genoss:innen Zo, Walter, Vi, Leandra und Daniel, momentan in Haft – sie sind gegen die deutsche Mittäterschaft am Genozid in Gaza vorgegangen und haben dem deutschen Ableger vom Kriegstreiber Elbit Systems massiven Schaden zugefügt.

Auch die beschuldigten Antifas im Budapestkomplex sind seit Jahren dem Verfolgungswahn der BRD ausgesetzt – sie haben Widerstand gegen die Kriegsverherrlichungen von Faschisten geleistet.

Fahndungen, Gerichtsprozesse oder Haftstrafen: Unser Antifaschismus und Antimilitarismus bleibt ungebrochen. Wir lehnen jede Form der militärischen Aufrüstung ab, egal ob im Innern oder an den Grenzen Europas. Internationale Solidarität bedeutet für uns, als internationale Arbeiter:innen gegen den Kapitalismus zu kämpfen! Kein Mensch, kein Cent der Bundeswehr und NATO!

Internationalismus lebt: Solidarität mit Rojava und den Kämpfen der Welt

Der Kampf für den Sozialismus endet nicht an der deutschen Grenze. Unser Blick richtet sich auf die Kämpfe der Völker weltweit. Besonders blicken wir nach Rojava und in die kurdischen Gebiete. Der Kampf in Rojava ist ein Leuchtturm: Er verbindet den Kampf gegen den HTŞ und türkischen Faschismus mit der Vision einer Revolution! Er ist der Beleg und die Hoffnung einer Frauenrevolution. Die Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) zeigen, dass die Befreiung der Frau der Maßstab für die Befreiung der gesamten Gesellschaft ist.

Wir verteidigen das Recht der Völker auf Selbstbestimmung – gegen Besatzung, gegen imperialistische Interventionen und gegen die ökonomische Ausplünderung durch Konzerne und Staaten. Internationale Solidarität bedeutet, diese Kämpfe nicht als ferne Ereignisse zu betrachten, sondern sie als Teil eines gemeinsamen Klassenkampfes zu begreifen.

Wir verurteilen die Angriffe auf die autonome Region Nord- und Ostsyriens und fordern ein Ende der deutschen Waffenlieferungen an die Türkei. Solidarität mit Rojava heißt, den Kampf gegen Unterdrückung und für eine freie Gesellschaft auch bei uns zu führen!

Deutschland ist dabei kein neutraler Beobachter, sondern Mittäter: durch Waffenexporte, politische Unterstützung autoritärer Regime und die wirtschaftliche Ausbeutung ganzer Regionen. Der Kampf gegen Imperialismus beginnt deshalb hier – im Widerstand gegen den eigenen Staat und seine Konzerne.

Genauso ist für uns klar auch dieses Jahr in Solidarität mit Palästina, und allen anderen unterdrückten Völker auf die Straße zu gehen. Mit den Angriffen Israels auf Palästina und Iran, zeigt sich, das Widerstand notwendig ist, um imperialistische Bestrebungen aufzuhalten.

Auch im Iran entzünden sich immer wieder Aufstände von Frauen, Jugendlichen und Arbeiter:innen gegen Unterdrückung, Verelendung und staatliche Gewalt. Diese Kämpfe zeigen die tiefe Krise der bestehenden Ordnung – und sie zeigen, dass ohne organisierte revolutionäre Perspektive das entstandene Vakuum von reaktionären Kräften gefüllt zu werden droht.

Internationalismus lebt in den Kämpfen aller Unterdrückten weltweit – von Abya Yala bis nach Belutschistan, vom Kongo bis auf die Philippinen. Unsere Solidarität kennt keine Grenzen.

Frauenrevolution im Alltag: Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung

Die Befreiung der Frau ist kein Nebenwiderspruch, sondern das Herzstück des sozialistischen Kampfes. Die kapitalistische Ausbeutung trifft Frauen mehrfach: Sie leisten die unbezahlte Reproduktionsarbeit, werden für gleiche Arbeit schlechter bezahlt und sind alltäglich von sexistischer Gewalt und patriarchaler Unterdrückung betroffen. Durch den gesellschaftlich vorherrschenden Rassismus, werden migrantische Frauen zusätzlich zu ihrem Geschlecht unterdrückt und ihr Kampf um Selbstbestimmung im Vergleich zu dem von weißen Frauen unsichtbar gemacht.
Die immer weiter voranschreitende Faschisierung der Gesellschaft und des Staates lässt auch gleichzeitig die gewaltvoll-patriarchalen Angriffe auf LGBTI+ Personen und alle die sich nicht dem binären Geschlechtersystem unterordnen wachsen. Denn nur wer dem traditionellen Familienmodell entspricht ist im Kapitalismus sinnvoll ausbeutbar!
Deshalb kämpfen wir für eine Frauenrevolution, die alle Bereiche der Gesellschaft erfasst. Das bedeutet: gleicher Lohn für gleiche Arbeit, kostenlose und selbstbestimmte Gesundheitsversorgung, massive Investitionen in Kitas und Pflegeeinrichtungen, um die Last der Sorgearbeit zu vergesellschaften. Vor allem aber bedeutet es: Schluss mit dem Patriarchat! Unser Kampf ist einer gegen das gesamte System, das auf der Ausbeutung der Frau gründet und LGBTI+ Personen in unserer Gesellschaft unterdrückt.

Die Jugend erhebt sich: Widerstand gegen die Perspektivlosigkeit!

Die junge Generation spürt die Krise am stärksten. Während die Klimakatastrophe voranschreitet, die Mieten explodieren und die Rente ungewiss ist, wird der Jugend gesagt, sie solle funktionieren und zur Waffe greifen. Doch die Jugend kämpft für Freiheit und Leben, nicht für Profit und Tod. Überall regen sich Jugendwiderstände – in den Schulen, auf den Straßen, in den Betrieben.
Wir sehen die Wut und die Sehnsucht. Die Jugend will keine verwaltete Welt, sie will selbstbestimmt leben und lernen. Sie organisiert sich gegen die Zumutungen des Systems. Wir müssen diese Kämpfe aufgreifen und in eine revolutionäre Perspektive einbetten. Denn die Jugend ist die reinste Flamme der Revolution, sie ist der Sprengsatz im Getriebe des Kapitals.

Die Notwendigkeit sich zu organisieren: Vom Widerstand zum Sozialismus

Jugendliche, Frauen und Queers, Arbeiter:innen weltweit: Wir sind eine Klasse, wir haben ein gemeinsames Interesse, wir haben das Ziel vor Augen.

Die Herrschaft des Kapitals mag verschieden Formen annehmen, ihre Gewalt bleibt bestehen und sie trifft uns alle – in Armut, in patriarchaler Gewalt, in imperialistischen Kriegen. All die Kämpfe – gegen Kürzungen, gegen Militarismus, für die Befreiung der Frau, für eine lebendige Zukunft – bleiben Stückwerk, wenn sie isoliert bleiben.

Es ist unsere Aufgabe, diese Kämpfe nicht zu leeren Worthülsen oder bloßen, karitativen Projekten verkommen zu lassen. Wir müssen unsere Kräfte bündeln, Kämpfe zusammenführen und dem Kapitalismus eine echte Alternative entgegensetzten.

Die Geschichte lehrt uns: Der Widerstand gegen Unterdrückung muss organisiert, strategisch und gemeinschaftlich geführt werden. Wir brauchen eine starke, revolutionäre Organisation aller Arbeiter:innen, die in den Betrieben, den Stadtteilen und Schulen, in unser allen Leben verwurzelt und spürbar ist.
Raus aus der Einsamkeit, raus aus der Hoffnungslosigkeit, raus aus der Lethargie des kapitalistischen Alltags – Wir müssen ins Handeln kommen!

Denn uns ist klar, wir haben
das Ziel vor Augen: Sozialismus!