Wenn der Staatsschutz zweimal klingelt … Anquatschversuch in Offenbach

Erfreulicherweise passiert in Offenbach gerade wieder mehr an linker und revolutionärer Politik. Mit der Initiative für ein Linkes Zentrum, Bewegungsveranstaltungen wie dem Recht-auf-Stadt-Forum oder gewerkschaftlichen Aktionen ist einiges los. Auch der 1. Mai war in diesem Jahr wieder größer und sichtbarer.

Dass solche Entwicklungen nicht nur auf Gegenliebe beim politischen Gegner und bei den Repressionsbehörden stoßen, ist bekannt. So versuchten es die Behörden nun auch in Offenbach wieder: Zwei Beamt:innen klingelten bei einem Genossen und stellten sich als Staatsschutz vor. Man wolle sich „gerne mal unterhalten“.

Korrekterweise lehnte der Genosse jede Kommunikation ab. Auch die freundlichen Versuche und Überredungskünste der beiden Beamt:innen änderten daran nichts. Ein zweites Klingeln und Nachfragen wurde mit dem klaren Hinweis beendet, dass kein Interesse an einem Gespräch besteht.

Genau so ist es richtig. Auch wenn Repressionsbehörden behaupten, es gehe um „nichts Schlimmes“, auch wenn sie sich locker geben oder ihre Telefonnummer dalassen wollen: Verweigert die Kommunikation. Ihr habt dabei nichts zu gewinnen.
Meldet euch stattdessen bei euren Genoss:innen und bei der Roten Hilfe. Versucht möglichst direkt danach ein Gedächtnisprotokoll zu schreiben: Wer stand vor der Tür? Wann war das? Was wurde gesagt? Wie sind die Personen aufgetreten? Lasst euch nicht einschüchtern und vertraut nicht auf die Aussagen von Behörden. Nichts, was ihr in solchen Gesprächen sagt, hilft euch in späteren Verfahren oder in eurer politischen Arbeit weiter.

Wir verweisen an dieser Stelle auf die Materialien der Roten Hilfe zum Thema Anquatschversuche: https://rote-hilfe.de/rechtshilfetipps/anquatschversuch

Keine Zusammenarbeit, keinen Informationsaustausch! Schützt euch und andere und verweigert jeden Kontakt.