Rheinmetall entwaffnen 2026 – Krieg dem Kreig!

Bereits letztes Jahr sind wir als Kriegsgegner:innen und Revolutionär:innen unter diesem Motto beim Rheinmetall-Entwafnen-Camp in Köln zusammengekommen. Auch 2026 spüren wir deutlich: 

Der globale Kapitalismus wird seine Krisen nicht los und bereitet sich allerorts darauf vor, die Konflikte vermehrt militärisch zu lösen – und die deutschen Politiker:innen haben sich vereint vorgenommen, dabei eine einflussreiche Rolle zu spielen.  

Ihre notorische Zustimmung zum Krieg gegen den Iran, dem Völkermord in Gaza und den Angriffen auf den Libanon zeigen deutlich, dass Waffengewalt zur Durchsetzung imperialistischer Interessen zunehmend das Mittel der Wahl wird.

Die Zielsetzung ist klar: Deutschland soll wieder Weltmacht werden. Die Kriegs-vorbereitungen passieren vor unser aller Augen – das Gesundheitswesen wird auf den Kriegsfall vorbereitet, der schwächelnde Automobilsektor wird durch die Rüstungs-produktion abgesichert, Verteidigungsdeals mit Kommunen und staatlichen Institutionen im Kontext des Operationsplans Deutschlands abgeschlossen, freiwilliger Militärdienst wird immer mehr zu einer Wehrpflicht umgebaut und die Propaganda von der Alternativlosigkeit des Krieges als Mittel immer unverfröhnter und hemmungsloser verbreitet.

Finanziert wird diese Maschinerie schon jetzt durch radikale Kürzungen im sozialen Bereich und unaufhörliche Angriffe auf die Arbeitsrechte. Auf die verheizten Milliarden werden unsere verheizten Leben folgen. Für ihre Kriegsmaschinerie brauchen sie uns – kämpfend in den Schützengräben, schuftend in der Kriegsindustrie, pflegend in den Krankenhäusern und stumm gehorchend gegenüber ihrem Kriegskurs samt brachialer Kürzungen. 

Gegen all das leisten wir Widerstand – Schüler:innen gehen gegen die Wehrpflicht auf die Straße, soziale Verbände wehren sich gegen die anstehenden Kürzungen und direkte Angriffe auf die Kriegsindustrie verhindern die nahtlose Produktion von Waffen. 

Beim Rheinmetall-Entwaffnen-Camp vom  1. September bis zum 6. September in Köln wollen wir all diese Kämpfe verbinden. 

Als Antimilitarist:innen kommen wir aus dem gesamten Bundesgebiet (und darüber hinaus) zusammen, um uns zu vernetzen, Vertrauen aufzubauen und eine Gemeinschaft gegen den Krieg zu bilden. Wir wollen den Widerstand ganz konkret leben und durch Austausch und gemeinsame Bildung für die kommenden Kämpfe handlungsfähig werden. 

Denn: Wir wollen vor Ort aktiv werden gegen Kriegstreiber:innen und Kriegsindustrie. Das Camp im letzten Jahr hat gezeigt, dass die Herrschenden das nicht unbeantwortet lassen. Sie stellen sich uns in den Weg, um unseren Protest niederzuschlagen und uns dann vor Gericht, um uns einzuschüchtern. 

Doch: Da wo der Feind empfindlich reagiert, ist er verletzlich. Kriege beginnen hier – sei es durch Waffenproduktion, die finanzielle Unterstützung von Kriegen oder geopolitische Strategienentwicklung der westlichen Herrschenden – beendet wir sie also hier! 

Konkrete Aktionen können der Kriegsindustrie realen Schaden zufügen und dafür sorgen, dass unsere Perspektive von Frieden und Solidarität keine abstrakte Idee bleibt. 

Schon jetzt startet die Kampagne “Bis der Frieden siegt!” in Frankfurt. In mehreren Vorträgen und Diskussionen zu den Kriegen und Kriegsvorbereitungen der heutigen Zeit wollen wir in den Austausch kommen und aufzeigen, welche Handlungsmöglichkeiten es gibt. Zusätzlich wollen wir Anlaufpunkte bieten, sich über Rheinmetall-Entwaffnen zu informieren und Teil des Kampfes gegen den Krieg zu werden.